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12.03.19

Was ist die optimale Teichtiefe?

Koi-Teichtiefe

Planen sie gerade Ihren Teichbau? Wenn ja, dann sollten Sie vielleicht nochmals einige Argumente zum Thema Teichtiefe durchdenken.

Bisher war die Theorie 'Teiche müssen mindestens 2 Meter tief sein’ wie in Stein gemeißelt. Doch gab es für die Untermauerung dieser Aussage nur ein einziges Argument: Die Überwinterung der Koi. Denn bekanntermaßen sinkt 4°C warmes Wasser an den Boden der Teiche und kühlt dort entsprechend langsamer ab, wenn das Erdreich außerhalb der Frosttiefe ist. Doch heute, nach zwei Jahrzehnten der Koihaltung in Europa ist man an diesem Punkt etwas weiter. Mittlerweile weiß man, dass es in Teichen mit 2 Meter Tiefe und mehr, zu häufigeren Tumorfällen unter Koi kommt. Wohl ist es wissenschaftlich noch nicht erforscht, doch geht man davon aus, dass der Druck ab einer gewissen Wassertiefe auf den Laich und die inneren Organe beim Koi zu groß ist. Zudem ist die Sauerstoffversorgung in tieferen Schichten deutlich schlechter als in Oberflächen nahen Zonen. So sind auch die größten Naturteiche für Koi in Japan an der tiefsten Stelle nur 1,5 Meter tief und beobachtet man Koi aufmerksam, so stellt man fest, dass sie sowohl zum Ausruhen als auch in Phasen mit schlechter Kondition Flachzonen aufsuchen. Und last but not least: Es hat sich gezeigt, dass in flacheren Teichen Koi besser wachsen und sich oftmals besser entwickeln.

Deshalb unser Tipp: Bauen Sie Ihren Teich maximal 1,8 Meter tief und investieren Sie das Geld was Sie am Aushub sparen lieber in die Isolation der Teichwände und die Teichabdeckung für den Winter. Dann haben es Ihre Koi genauso warm ohne dabei 2 Tonnen Wasserdruck aushalten zu müssen.