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Warum man einer Algenplage vorbeugen sollte

Keine Frage: Algen haben sowohl in der Natur als auch im Koiteich ihren Nutzen. Denn wo auf Land 90% der Flora durch höherstehende Pflanzen wie Bäume und Sträucher abgedeckt wird, sind es im Aquatischen die Algen, die 90% des pflanzlichen Wachstums ausmachen. Aber dennoch gibt es genügend Gründe, weshalb einem unkontrollierten Algenwachstum, der so genannten Eutrophierung, vorgebeugt werden sollte:

1. Algen produzieren tagsüber Sauerstoff. Das ist zwar gut, wäre aber noch viel besser, wenn sie nachts diesen Sauerstoff nicht wieder zehren würden und vor allem in den frühen Morgenstunden, praktisch kurz vor Sonnenaufgang, zu gefährlich niedrigen Sauerstoffkonzentrationen im Wasser führen würden.

2. Wie auf den Sauerstoff nehmen Algen auch Einfluss auf den pH-Wert. Insbesondere Teiche die starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind haben unter dem Zugegensein vieler Algen tagsüber einen recht hohen und nachts einen niedrigen pH-Wert. Unterschiede von bis zu 1 und mehr sind möglich.

3. In Koiteichen leben mehr Koi als die Natur für dieses Wasservolumen eigentlich vorgesehen hat. Deshalb sollten Koiteiche auf jeden Fall einigermaßen hygienisch betrieben werden. Sprich, der Schmutz sollte nicht am Teichboden gammeln sondern zum Filter abtransportiert werden. Genau dieser Abtransport wird durch lange Fadenalgen be- und verhindert.

4. Bodenabläufe sind in Koiteichen so ausgelegt, dass der kleinste Koi im Teich durch diesen nicht hindurchschwimmen kann und zum Filter gespült wird. Aber eben jene 'Engpässe' können leicht von Fadenalgen zugesetzt werden. Am Ende kommt nicht mehr genügend Wasser im Filter an, was schließlich und letztendlich in einer reduzierten Filterleistung und Sauerstoffverteilung endet.

5. Auch wenn dies die Koi herzlich wenig interessiert: Algen sehen einfach unschön aus und lindern dadurch den Teichspaß ungemein.


Jetzt noch einige Tipps weshalb Algen eher früher als später bekämpft werden sollten:

1. Sterben Algen ab, so geben sie gewisse Schadstoffe wie beispielsweise das Phosphat an das Wasser ab. Sterben viele Algen auf einmal ab, so ist der Anstieg eventuell fischschädlicher Substanzen größer, als wenn nur wenige absterben. Deshalb sollte nach dem Einsatz von Algenvernichtern immer ein ausreichender Teilwasserwechsel vorgenommen werden.

2. Messungen haben gezeigt, dass das Absterben von Algen auch mit einer Sauerstoffzehrung einhergeht. Auch deshalb ist es für das System Koiteich besser, wenn wenig Algen auf einmal absterben.

3. Die wenigsten Anlagen sind auf das gleichzeitige Absterben von meterlangen Fadenalgen eingestellt, was in einigen Fällen zu einem zwischenzeitlichen Kollaps des Filtersystems führen kann.

 
Unser Tipp: Starten Sie den Einsatz von Algenvernichtern im Frühjahr dann, wenn die ersten Fadenalgen erscheinen. Wie oben gezeigt läuft diese Prozedur für die Koi und das Teichsystem dann glimpflich ab.

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