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Wann haben Sie zuletzt Ihre Karbonathärte kontrolliert?

Die Karbonate im Wasser spielen für viele biochemische Prozesse im Teich eine wichtige Rolle. Und gerade jetzt im Herbst ist es wichtig diese einmal zu kontrollieren. Wir sagen Ihnen warum. 
 
 
Ein Beispiel: Sie befüllen Ihren Teich mit einem Ausgangswasser mit einer Karbonathärte von sagen wir KH 7. Danach besetzten Sie Ihren Teich mit reichlich Koi und beginnen diese kräftig zu füttern. Frischwasser geben Sie immer nur das hinzu, was über den natürlichen Prozess der Verdunstung dem Teich verloren geht und was es nach dem Filterputzen braucht. Einige Monate später messen Sie den KH-Wert erneut und werden staunen. Denn statt der anfänglichen KH 7 werden Sie nun einen Wert messen, der sehr viel geringer ist. Mitunter auch unterhalb der mit einfachen Methoden liegenden Nachweisgrenze. Aber nicht nur das. Wenn Sie beim Befüllen der Anlage noch einen pH-Wert von ungefähr 8-8,2 gemessen haben, wird dieser nun wesentlich tiefer liegen. Unter Umständen sogar bereits im Bereich von pH 6-7. Was war passiert?
 
Einfach ausgedrückt können Sie sich das Geschehene wie folgt vorstellen: Bakterien benötigen für ihre Zellteilung Karbonate. Nun ist es aber so, dass unsere ammonium- und nitritabbauenden Bakterien sich auf zwei Substanzen spezialisiert haben, in deren Moleküle kein Kohlenstoff vorkommt. Um die Zellteilung durchführen zu können, müssen sie folglich den Kohlenstoff anderweitig auftreiben. Im Teich bleibt hierfür nur die Karbonathärte. Da diese aber nur begrenzt vorhanden ist und nur über das Nachfüllen von Frischwasser in den Teich gelangt, kann sich dies wie oben beschrieben über die Zeit aufzehren. Da das Karbonat im Wasser jedoch nicht nur die Kohlenstoffreserve für die Filterbakterien darstellt sondern zugleich ein wichtiger (und manchmal sogar überlebenswichtiger) Puffer gegen das Abstürzen des pH Wertes ist, kommt dem KH Wert eine zweifach wichtige Rolle zu. Denn mit dem Sinken des Karbonatwertes wird auch der pH Wert geringer. Und ist dieser erst einmal unter 7 angelangt (meist ist der KH Wert dann bereits unter 1-2), so kann unter bestimmten Voraussetzungen ein Säuresturz nicht mehr ausgeschlossen und vermieden werden - mit fatalen Folgen für die Koi. 
 
Lange Rede kurzer Sinn: Die futterreichen Monate sind nun vorrüber. Und auch wenn alles so scheint wie es sein sollte, so kann es dennoch sein, dass das Verhältnis zwischen zugeführtem Frischwasser und dem Aufbrauchen der Karbonate ungünstig war. Deshalb empfiehlt es sich nun vor dem Winter auf jeden Fall den KH-Wert nochmals zu kontrollieren und bei geringfügiger Abweichung zum Leitungswasser nochmals einen größeren Wasserwechsel durchzuführen. Zeigt sich jedoch ein Unterschied des KH Wertes von mehr als KH 3 zwischen Leitungs- und Teichwasser, so sollte mittels unseres KH Plus für eine zusätzliche 'Aufhärtung' des Wassers gesorgt werden.
 
In stark besetzten Teichen sollte der KH Wert übrigens alle 3-4 Wochen kontrolliert werden - Jahr ein, Jahr aus.

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